Sexualberatung / Sexualtherapie

Sexualberatung / Sexualtherapie

Die Sexualität ist wohl der sensibelste Bereich einer Partnerschaft und gerade hier blockieren viele Ängste die Kommunikation. Das beginnt schleichend und endet nicht selten damit, dass das Thema Sex bei Paaren zum Tabuthema wird und nicht mehr konfliktfrei damit umgegangen wird. Lernen Sie, über Wünsche, Bedürfnisse und Vorstellungen (wieder) miteinander zu sprechen.

Ich biete Ihnen einen Raum, um das eventuell mit Scham behaftete Thema Sexualität frei, sicher und konstruktiv zu besprechen. Bei mir sind Sie willkommen, wie auch immer Sie leben und lieben möchten! Oft sind sexuelle Schwierigkeiten und Funktionsstörungen ein Symptom für Kommunikations- und Beziehungsstörungen in der Partnerschaft.

Sexualtherapie ist Paartherapie des Begehrens! (Ulrich Clement)
Sexualtherapie ist daher häufig auch Paartherapie.

Die Arbeiten des amerikanischen Paar- und Sexualtherapeuten David Schnarch (Die Psychologie sexueller Leidenschaft, Intimität und Verlangen) sowie des Sexualwissenschaftlers Prof. Dr. phil Dipl.-Psych. Ulrich Clement (Guter Sex trotz Liebe, Systemische Sexualtherapie, Wenn Liebe fremdgeht, u.v.m.) haben mein Verständnis von Paarprozessen besonders geprägt.

Im Zentrum steht anfangs das Bemühen, über Sexualität und sexuelle Probleme ins Gespräch zu kommen. Die Erfahrung, überhaupt sexuelle Probleme angesprochen zu haben, kann befreiend und schon der erste Schritt zu einer Veränderung sein. Neben dem Besprechen der belastenden Situation liegt ein Schwerpunkt auf der Relativierung internalisierter sexueller Mythen und Erwartungshaltungen.

Oft sind sexuelle Schwierigkeiten und Funktionsstörungen ein Symptom für Kommunikations- und Beziehungsstörungen in der Partnerschaft. Konflikte in der Partnerschaft, Vertrauensbrüche (z.B. durch Affären, Prostitutionskontakte u.a.) und Enttäuschungen können zur Entfremdung der Partner führen, die sich auch in sexuellem Rückzug ausdrückt. Sexualtherapie ist daher häufig auch Paartherapie.

Mögliche Themen können sein:

  • sexuelle Herausforderungen und Störungen bei Frauen und Männer
  • Ängste, Scham und Unsicherheiten im Zusammenhang mit Sexualität
  • gegensätzliche Wünsche und Bedürfnisse innerhalb und außerhalb einer Beziehung
  • jegliche Variationen der Sexualität und die damit verbundenen Unstimmigkeiten innerhalb und außerhalb einer Beziehung
  • sexuelle Phantasien und Wünsche und die damit einhergehenden Herausforderungen innerhalb einer Beziehung und ohne Beziehung
  • sexuelle Herausforderungen und Funktionsstörungen (Lust-, Erregungs-, und Orgasmusstörungen, Schmerzen und Vaginismus)
  • Sie haben kaum oder keinen Sex mehr mit Ihrem Partner? Sie sind häufig lustlos und wissen nicht warum?
  • Ihre Partnerschaft fühlt sich mehr nach einer Wohngemeinschaft an oder nach einer Brüderchen-Schwesterchen-Beziehung als nach einer leidenschaftlichen Mann-Frau-Beziehung?
  • Sie würden gerne Ihr Sexualleben aufpeppen und wissen nicht wie?
  • Sie kennen Ihre sexuelle Identität (noch) nicht und wissen gar nicht, wer Sie sexuell genau sind?

Sexuelle Unlust – Lustlosigkeit

Lustlosigkeit scheint in Paarbeziehungen eines der häufigsten Probleme zu sein. Wenn Menschen in eine Therapie kommen, verspüren sie bereits Angst. Angst um die Beziehung und deren Zukunft, Angst nicht zu gefallen oder zu genügen, Angst für den Partner nicht begehrenswert zu sein.

Diese Gefühle können mit zweierlei Perspektive betrachtet und bearbeitet werden. In einer Kommunikation ohne Abwertung der eigenen individuellen Sexualität und der des Partners oder in der Aufrechterhaltung der gelernten Muster, Kommunikation und deren Bewertung aller Beteiligten. Erotische Entwicklungen werden durch Irritationen (aufbrechen vorhandener Verhaltensweisen und deren Bewertungen, Denkanstöße durch den/die Therapeuten/in) angestoßen. Dies können Paare und Einzelpersonen, individuell für sich oder auf Paarebene, in einer Paartherapie oder Sexualtherapie in einem geschützten Raum entdecken und erleben. Für eine erfüllende Sexualität, die sie als Menschen befriedigt sowie sie als Paar gleichermaßen zufriedenstellt.

Schweigepflicht

Ich unterliege der Schweigepflicht nach Paragraph 203 StGB. Selbstverständlich werden sämtliche Informationen und Daten diskret und streng vertraulich behandelt.

 

Systemische Sexualtherapie angelehnt an David Schnarch

Dem amerikanischen Paar- und Sexualtherapeuten David Schnarch zufolge helfen uns Beziehungen (und Beziehungskrisen!) uns zu differenzieren und zu ebenso unabhängigen wie bindungsfähigen – also wahrhaft erwachsenen – Menschen zu werden. Sein Schwerpunkt liegt nicht in der Funktionsfähigkeit, sondern darin, sexuelle Intimität und Erotik zu ermöglichen. Sexuelle Intimität setzt die Fähigkeit voraus, sich dem Partner so zu zeigen und zuzumuten, wie man wirklich ist. Das Geheimnis liegt für Schnarch darin, sich selbst treu zu bleiben.

Differenzierung

Entsteht durch ein inneres Gleichgewicht der zwei fundamentalen menschlichen Antriebskräfte: Bindung und Autonomie. Sie gibt Ihnen ein stabiles Selbstbewusstsein in direkter körperlicher und/oder emotionaler Nähe zu Menschen, die wichtig für Sie sind und die Sie drängen, sich Ihnen anzupassen. Ein differenzierter Mensch kann diese Spannung aushalten und in Kontakt bleiben.
Für Schnarch wird dieser Differenzierungsprozess durch vier Aspekte charakterisiert:

Die vier Aspekte der Balance/der Differenzierung

1. Stabiles, flexibles Selbst

Ihr Handeln wird durch Ihre ureigenen Werte, Prinzipien und Ziele – Ihrer Integrität – bestimmt. Sie stehen zu sich und sind offen für Ihr Gegenüber. Auch dann, wenn die Menschen um Sie herum und Situationen, in denen Sie sich befinden an Ihrer emotionalen Ausgeglichenheit zerren. Ein stabiles, erwachsenes Selbst entsteht durch die Abwesenheit der Bestätigung durch andere (wenn Sie z. B. etwas tun, was Ihr Partner überhaupt nicht gut heißt). Das weit verbreitete Gegenteil davon ist das gespiegelte Selbstbild, die Abhängigkeit von der Anerkennung und Bestätigung durch Andere.

2. Stiller Geist, ruhiges Herz

Sie können Ihre eigenen Ängste und unangenehmen Gefühle fühlen, annehmen und besänftigen. Sie übernehmen die Verantwortung für das Wohlbefinden des eigenen Herzens. Diese emotionale Unabhängigkeit sorgt in der Beziehung für Stabilität und Flexibilität.

3. Angemessenes Reagieren

Regulierte, angemessene Reaktionen auf schwierige Situationen und Menschen. Kein Überreagieren auf die Überreaktionen anderer Menschen (insbesondere nahen Beziehungspersonen). Sie sprechen Themen auch dann an, wenn Sie ihnen lieber ausweichen würden.

4. Sinnvolle Beharrlichkeit

„Dranbleiben“, auch im Angesicht von Frustration, Versagen und Enttäuschung. Das Aushalten unangenehmer Gefühle um des persönlichen Wachstums Willen. Das Abfedern von Schwierigkeiten und die Fähigkeit, nach einer Niederlage wieder aufzustehen. Menschliche Widerstandsfähigkeit.

Quelle: David Schnarch (Die Psychologie sexueller Leidenschaft, Intimität und Verlangen)